Neues aus Tschallia in Äthiopien

Nachricht Holzminden, 03. Februar 2026

Aus unserer Partnergemeinde in Tschallia/Äthiopien erreichte uns ein Brief der dortigen Partnerschaftsgruppe, ganz nach alter Stitte in Papierform, den Hermann Kruse, Leiter der dortigen Bauhandwerkerschule auf einem Heimatbesuch in seinem Koffer mit nach Deutschland gebracht hat. Noch immer ist die Internetverbindung in Tschallia durch politische Spannungen problematisch. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und so freute sich die Partnerschaftsgruppe in Holzminden über das Lebenszeichen aus Tschallia.

Wie schon im letzten Gemeindeblatt berichtet, soll in diesem Jahr allein die Klinik mit den Spenden, die in 2025 im Kirchenkreis Holzminden/Bodenwerder gesammelt wurden, bedacht werden. Dort ist die Not, unter anderem durch die schwierige politische Situation und die steigende Inflation, am größten.

Die Partnerschaftsgruppe in Tschallia hat sich mit den Mitarbeitern der Klinik beraten, wie die Spenden am besten verwendet werden können. Es ist geplant, 70 % der Mittel in die Schulung von Mitarbeitern der Ambulanz auf ein Ultraschallgerät und in die daraus resultierenden hohen Transportkosten zu investieren. Die Mitarbeiter müssen zu den Kursen in die nächsten größeren Städte kommen, die schwierig zu erreichen sind, weil Tschallia weitab ganz im Westen Äthiopiens liegt. 30 % der Spenden sollen für besonders bedürftige Patienten verwendet werden, die aufgrund der politischen Instabilität innerhalb des Landes vertrieben wurden.

Es werden detaillierte Berichte mit Fotos angekündigt, die wir in den nächsten Gemeindeblättern gerne weitergeben.

Am Sonntag, 10. Mai 2026 um 10 Uhr ist ein Gottesdienst in der Lutherkirche Holzminden mit Superintendentin, Frau Nadje-Wirth für Tschallia geplant. Als besonderer Gast wird Yonas Dinegde, gebürtig aus Tschallia, inzwischen in Deutschland ansässig, aus seiner alten Heimat berichten. Im Anschluss gibt es echten äthiopischen Kaffee, den uns die Partnerschaftsgruppe in Tschallia durch Hermann Kruse hat zukommen lassen.  Alle sind herzlich eingeladen, diesen besonderen Gottesdienst zu feiern.

Sabine Meier