Slow Fashion

Nachricht 01. November 2021

Wortmeldung November 2021

Kleidung ist unsere alltäglichste Begleiterin. Das Kleidung nicht nur viel Freude, sondern durchaus auch Leid für Natur und Mensch verursachen kann ist gemein bekannt. Wir Verbraucher*innen finden uns beim Kleidungskauf oft in einer
undurchsichtigen Situation zwischen „Wissen“ und „Nicht-Wissen“, zwischen „Wollen“ aber „Nicht-Können“ wieder.

Doch wie sieht das mit dem Problem mit der Mode eigentlich aus Sicht von Designer*innen aus? Ich habe Martina Glomb, Professorin für Modedesign an der Hochschule Hannover nach der Rolle der Designer*innen im Produktionsprozess gefragt. Und eins wird klar, Designer*innen und Verbraucher*innen müssen ein einem Strang ziehen.

Ich möchte mit dieser Wortmeldung auf das Thema Produktion von Kleidung, das Konzept Slow Fashion als Gegenbewegung zur Fast Fashion und auf die aufschlussreiche und lebendige Ausstellung USE-LESS im Museum August Kestner aufmerksam machen. Die Ausstellung stellt die Ergebnisse der Slow Fashion-Forschung der Hochschule Hannover vor. Die Designprojekte machen deutlich, wie Mode langlebig, ressourcensparend und schön gestaltet werden kann. Gleichzeitig fragt die Ausstellung, was Nutzer*innen durch ihre Art des Konsums verändern können. „Nicht nur Verzicht, sondern auch Transparenz und Teilhabe sind wichtig, um Mode nachhaltig zu gestalten“ (Professorin Martina Glomb).

Laura Bekierman

Wirtschaftsethikerin

Referentin im Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt

laura.bekierman@evlka.de