Die Partnerschaft mit Tschallia lebt auf

Nachricht 14. August 2021

Äthiopischer Student verbringt ein Wochenende in Holzminden

Yonas Dinegde studiert seit diesem Jahr an der Universitätsklinik in Bonn ‚Global Health‘, ein Projekt der UN, das 12 Menschen aus 12 Ländern für 2 Jahre ein englischsprachiges Studium ermöglicht. Ziel ist es, diese ausgesuchten jungen Menschen mit ihrem neuen Wissen wieder in ihr Heimatland zurückzusenden, die dort bei der Optimierung des Gesundheitswesens unterstützen.

So kam Yonas im Januar nach Deutschland. Wissend um die Partnerschaft nahm er Kontakt mit der Partnerschaftsgruppe des Kirchenkreises auf. Nach einigen E-Mails war der baldige Besuch beschlossen. Yonas wurde für ein Wochenende eingeladen und dann am letzten Samstag herzlich von den Mitgliedern des Partnerschaftsausschusses begrüßt.

Es fand ein reger Austausch statt und man war sich vom ersten Augenblick an sympathisch. Yonas lernte Holzminden und unsere wunderschöne Lutherkirche kennen und wirkte sogar im Sonntagsgottesdienst mit, in dem er eindrucksvoll die schwierige aktuelle Situation im Westen von Äthiopien schilderte. Der aktuelle Krieg erschwert dort der Volksgruppe der Oromo das Leben und birgt viele Gefahren. Bauern trauen sich nicht mehr auf ihre Felder, weil sie Erschießungen fürchten müssen und auch Kinder kommen aus demselben Grund nicht mehr in die Schule. Ein weiteres großes Problem stellt die Trinkwasserversorgung da. Der Brunnen müsste dringend gereinigt werden und mit neuer Technik zur Wasseraufbereitung versehen werden, damit die Gesundheit der Menschen nicht mehr durch das Trinken von Schmutzwasser gefährdet wird. Hinzu kommen noch Probleme mit und durch Corona, da es an grundlegenden Medikamenten, medizinischem Equipment und Hygienemitteln fehlt.

Der Wochenendbesuch konnte mit einer schönen Radtour an der Weser abgeschlossen werden. Yonas bekam auch noch ein Fahrrad geschenkt, das er freudig im Zug mit nach Bonn nahm. Er wird sich zukünftig für den Austausch mit Tschallia und die Umsetzung der Spendenprojekte zur Verfügung stellen, wofür alle Beteiligten dankbar sind.

Neue Berichte aus Tschallia erzählen inzwischen von einer herannahenden Hungersnot. Grundnahrungsmittel werden knapp, sodass an den, durch den Krieg Vertriebenen, armen und alten Menschen die Unterernährung bereits sichtbar wird.

Nach dem Motto „Aus zwei macht drei“ bonifiziert die Landeskirche zurzeit alle Spenden für Corona-bedingte Projekte, die noch in diesem Jahr eingehen. Als Partnergemeinde sind wir mit unseren Brüdern und Schwestern in Tschallia durch den christlichen Glauben verbunden und könnten mit unserer Spende die Not etwas lindern. Darum bittet die Partnerschaftsgruppe um Spenden und sichert allen Spendern zu, dass es in diesem Blatt regelmäßige Berichte über die Verwendung geben wird.

Freundlich zugedachte Spenden an:

Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder
Stichwort: Kampf gegen Corona in Tschallia/Äthiopien
VR-Bank in Südniedersachsen eG.
IBAN: DE 33 2606 243 30008 106 738