Was für ein ungewöhnlicher Aschermittwoch.

Nachricht 17. Februar 2021

Die Karnevalszeit ist vorbei, ohne dass sie so richtig stattgefunden hat. Ausgelassenheit und laute Freude, die den Karneval begleiten, fehlten dieses Jahr. Und nicht nur dort.

Der Übergang zur siebenwöchigen Vorbereitungszeit auf Ostern ist von anderen Gedanken begleitet als sonst.

So manch einem reicht es mit der Ruhe und mit dem auf sich selbst geworfen sein. So manch einer möchte wieder einmal ausgelassen Lebensfreude erleben, ohne Einschränkungen.

Wenn wir heute also unseren Blick nach innen richten und uns für die Hinwendung zu anderen stärken, tun wir dies mit einer Sehnsucht nach Befreiung, nach Lebensfreude und Nähe und auch mit der Scham darüber, dass diese verrückte Zeit bei uns auch Ungewolltes hervorruft.

Und so ist es gut, dass der Aschermittwoch ein Tag ist, der ganz vom Blick in die Zukunft lebt:

Denn von Ostern her dürfen wir heute alles, was uns belastet und uns die Verletzlichkeit unseres Lebens vor Augen führt, bei Jesus ablegen.

Der Aschermittwoch erinnert uns: "Asche ist ein Zeichen der Vergänglichkeit, ein Zeichen der Buße. Das Aschekreuz, das traditioneller Weise in der katholischen Kirche an diesem Tag an die Gottesdienstbesucher verteilt wird, erinnert daran, dass Gottes Vergebung durchatmen lässt und einen Weg in die Zukunft öffnet.

Pastorin Bertha Bolte-Wittchen