Bild: privat

Gereimtes zum „Dankeschön“- Abend für Ehrenamtliche am 18.01.2018

 

Mir wurde kürzlich angetragen,

ich soll hier heute etwas sagen.

So hab ich dann nicht lang gewartet

und mir sogleich das Hirn zermartert

          Die richt`gen Worte wollt ich wählen

          und Euch was wichtiges erzählen.

          Um nun das Wort an Euch zu richten,

          will ich in Reim und Vers es dichten:

Im Leben kommt einmal der Tag,

an dem man zu sich selber sagt:

Ich bin ja nun schon über dreißig,

war mein ganzes Leben fleißig.

Fast abgezahlt ist schon das Haus,

die Kinder – aus dem Gröbsten raus.

Beruflich bin ich auch am Ziel

Und plötzlich – gibt’s da nicht mehr viel !

          Dann stellt sich die Erkenntnis ein:

          „Das kann`s noch nicht gewesen sein“ !!

          „Was kann ich sinnvolles noch tun ?

          Ich bin zu jung, mich auszuruh`n“

Und jeden Tag spazieren geh`n ?

Einmal pro Woche rasenmäh`n ?

Sich in den Schrebergarten flüchten

und da den dicksten Kürbis züchten ?

          Nein, das alles hat doch keinen Sinn –

          Ich wage einen Neubeginn !

          Es wird für mich in meinem Leben

          wohl noch was sinnvolleres geben.

In einem Land wo alles glänzt,

wo Gier und Geld sich stets ergänzt,

da wird es immer Menschen geben,

die ganz am Rand in Armut leben.     

Auch Einsamkeit ist ein Problem,

das meistens Einsame nur seh`n.

Den Flüchtlingen, die zu uns kommen,

hat man zu haus alles genommen.

          Es gibt so vieles noch zu tun

          s` ist nicht die Zeit um auszuruh`n.

          Ich will was tun mit Herz und Hand –

          Ich suche mir ein Ehrenamt !!

Da kann man manche Nöte lindern,

vielleicht auch Ungerechtigkeit verhindern.

Sich Menschen da zur Seite stellen,

wo and`re Vorurteile fällen.

          Und die sich ihrer Armut schämen,

          einfach mal in die Arme nehmen.

          Wer uns`re Sprache noch nicht spricht,

          bekommt im Deutschkurs Unterricht.

Auch in der Gemeinde gibt es Hände,

die gerne helfen – ohne Ende.

Im Inner`n unsere Kirche pflegen

und außen rum die Pflanzen hegen.

          Die Blumen pflanzen, Unkraut jäten

          und im Gottesdienst vorbeten.

          Die Orgel spielen, Chöre leiten

          und unseren „Gesang“ begleiten.

          Dem Sänger- und dem Bläser- Chor

          leih`n immer gern wir unser Ohr.

Die Sternsinger am Dreikönigstag

ein Jeder auch gern hören mag.

Sie sammeln segnend sehr viel Geld

das geht dann an „Brot für die Welt“.

Sie sammeln in der ganzen Stadt

und machen weltweit Kinder satt.

          Auch uns`re Jugend hilft in Not,

          verkauft zur Weihnachtszeit Kreuzbrot.

          Zu jeder guten Tat bereit

          sind Konfirmanden jederzeit.

          Man muss in Jugendgottesdienste geh`n.

          Da kann man junge Christen seh`n !

          Wie die ihren Gottesdienst gestallten,

          das beeindruckt auch die „Alten“.

Und auch im Gottesdienst zum Krabbeln,

wo schon die Kleinsten munter brabbeln,

da machen Eltern und Helfer mit

und helfen den Kindern Schritt für Schritt,

unser`n Herrn Jesus anzuseh`n

und erste Schritte mit Ihm zu geh`n.

          Viele arbeiten ganz leise

          für Andachten und Bibelkreise.

Beim Kirchencafe´ gibt es Kuchen,

den muss man unbedingt versuchen.

Man trifft sich für `ne halbe Stunde

zu `nem Gespräch in kleiner Runde.

          Auch setzen fördernd im Verein

          sich Menschen für die Kirche ein.

          Und was man da erreichen kann,

          das sieht man uns`rer Kirche an.

Die Turmbekrönung – ein Augenschmaus,

auch drinnen sieht es sehr schön aus.

Da reicht der Dank doch, wie ich denke,

auch für die letzten Kirchenbänke !

          Und ob bei Sonne, Regen, Sturm,

          gibt`s Führungen hoch in den Turm.

Es wäre noch so viel zu sagen,

doch fehlt die Zeit, es vorzutragen.

       * Das, was wohl alle Menschen wollen,

          dass es „die Leute“ tun sollen,

          das tut Ihr ihnen *– Tag für Tag,

        * frei nach Mt 7,12 *

          dafür ich herzlich „DANKE“ sag !!!

Wen ich vergaß, in uns`rer Mitte,

ich herzlich um Vergebung bitte.

Und war`s Gedicht nicht elegant,

verzeiht, ich schrieb`s mit eig`ner Hand.

          Bleibt, wie Ihr seid, im Ehrenamt !!

          Sagt Euer  „ Dichtkunst – Dilettant“.

       

Jürgen Thillmann